Lüften: Wohnraumlüften gehört zur Wohnhygiene und zur Gesundheitspflege.<

Warum Lüften?

Das richtige Lüften der Wohnräume erhöht die Wohnbehaglichkeit, reduziert den Energieverbrauch und vermeidet weitgehend Schimmelpilzbildung.

Wohnbehaglichkeit.

Durch saubere Außenluft werden Giftstoffe wie Ausgasungen aus z.B. Möbeln, Teppichböden usw. und weiterhin CO, CO2 (auch der Mensch erzeugt CO2) und Geruchsstoffe abgetragen. Der verbrauchte Sauerstoff wird durch Lüften wieder ausgeglichen.

Beispiel:  CO2, Kohlendioxyd, die Außenluft beinhaltet ca. 380 – 450 PPm CO2. (ppm = Teile pro Millionen).  Befinden sich zwei Personen in einem 30m² Wohnzimmer, steigt der CO2 Wert in einem Altbau auf ca 850 -1100 ppm.

CO“ Messungen unter normalen Umständen. 

CO2 Außenluft:   DSCN4836

CO2 vormittags im Einfamilienhaus vor dem ersten Lüften:  DSCN4834

Nach dem ersten 15 Minuten einer Querlüftung.  DSCN4843

Die oben gezeigten CO2 Raumluftveränderungen stehen als Beispiel für Raumluftveränderungen in den meisten Gebäuden und Wohnungen.

Unterschiede im Baualter von Gebäuden: In einem luftdichten Neubau werden sehr schnell über 2000 ppm CO2 erreicht. Erklärung: Neubauten müssen laut EneV luftdicht gebaut werden. Altbauten verfügen über eine Grundlüftung durch Mauerfugen, andere Gebäudeundichtigkeiten und leichte Fensterundichtigkeiten.

Ab 1600 ppm wird die Wohnqualität eingeschränkt, ab 1800 ppm lässt die geistige Konzentration nach.

Beispiel CO, Kohlenmonoxyd, Kolenmonoxyd gehört zu den gefährlichsten und tödlichsten Gasen und wird meist bei offenen Verbrennungen erzeugt. Dazu gehören in Wohnräumen Kamine. Kaminöfen, Kerzen usw. Bei der Nutzung einer dieser Möglichkeiten ist das Lüften wichtig, in den Fällen sollte das Lüften großzügig, insbesondere in Neubauten, geschehen. Bei Kaminöfen und Kaminen in Wohnräumen empfehle ich, ein CO Messgerät in dem Raum aufzustellen, kostet nicht viel, erhöht aber die Sicherheit für Leib und Leben.

Beispiel für Verbrennen von Kerzen. Fünf brennende Kerzen 40 Minuten lang in einem 30 m² Wohnzimmer und der CO2 Wert steigt auf 1803 ppm. Bei offenen Verbrennungen steigt parallel auch der CO Wert.

DSCN4855

Die Luft verschlechtert sich schon in sehr kurzer Zeit auf einen schwierigen Wert.

Energieverbrauch.

Dauerlüften: häufig wird zu viel gelüftet, dass heißt Dauerlüften mit gekippten Fenstern und gleichzeitigem Heizen erhöht den Energieverbrauch bis 30%.

Wohnraumluft: Zu wenig Lüften führt zu schlechter, sauerstoffärmerer Luftqualität und erzeugt häufig den Bedarf nach höherer Raumtemperatur. Das erhöht den Energieverbrauch deutlich.

Schimmelpilzbildung.

Schimmelpilzbildung hängt mit der Raumluftfeuchtigkeit zusammen. Raumluftfeuchtigkeit ist ein sehr spezielles Thema. Das ist ein Thema eines anderen Blogbeitrags, in dem ich die Auswirkung  von zu hoher Feuchtigkeit und in der Folge Schimmelpilzbildung beschreibe.

Wie funktioniert richtiges Lüften?

Zum richtigen Durchlüften der Wohnung gehört der Luftaustausch in der ganzen Wohnung/Haus. Die beste Lüftungsart von Hand ist das Querlüften. Das bedeutet, es sollten die Fenster in gegenüberliegenden Gebäudeseiten geöffnet werden, um einen Durchzug zu erreichen. Fensteröffnung ohne Querlüftung verlängert den Lüftungsvorgang deutlich, weil sich der Luftaustausch verschlechtert. Bei der Lüftung von Hand muss beachtet werden, in was für einem Gebäude gelüftet werden muss. In einem undichten Altbau bis ca. Baujahr 2000 reicht es häufig schon, zweimal am Tag zu lüften. In luftdichten Neubauten, die von den Bewohnern ganztägig genutzt werden, kann es erforderlich sein, bis 5-7 mal täglich quer zu lüften (Angaben sind grobe Richtwerte, wie oft gelüftet werden muss hängt von der Nutzung ab). Gerade in luftdichten Gebäuden besteht eine erhöhte Schimmelpilzgefahr. Erklärung Blogbeitrag Raumluftfeuchtigkeit.

Lüften mit Raumwärmerückgewinnung.

Eine weitere Möglichkeit der Gebäudelüftung ist das Lüften mit Lüftungsanlagen, die bis zu 90% der Raumwärme zurückgewinnen. Weiteres im Blog zentrale und dezentrale Lüftungsanlagen.

Ihr Bernd Wulfestieg

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