Kostengünstig Energiesparen, das geht. Beispiel Einfamilienhaus.

Die meisten häufig, auch mit wenig Investition, vermeidbaren Energieverluste entstehen beim Beheizen von Wohngebäuden.

Angebot: Unterstützung zur Problemauffindung und Behebung auch vor Ort. sehen Sie hier die Kosten und Möglichkeiten.

Nun wird bei Energieverlusten in Gebäuden zuerst an die Gebäudedämmung gedacht. Gebäudedämmung ist ein wichtiger Punkt zum Energiesparen. Die Hausflächen nachzudämmen, Fenster erneuern kann den Wärmebedarf eines Gebäudes halbieren.

Durch Wärmedämmung und Lüftungsanlagen ist eine erhebliche Wohnkomfortverbesserung gegeben. Grund, die Wohninnenflächen werden durch die Außendämmung wärmer und es kommt nicht mehr zu Luftbewegungen im Außenwandbereich. Luftbewegungen in Wohnräumen verschlechtern die Wohnbehaglichkeit.

ABER, Gebäudedämmung und Fenstererneuerung ist sehr aufwendig und teuer. Eine finanzielle Amortisation ist bei Gebäudedämmmaßnahmen insbesondere in Ein- Dreifamilienhäusern nicht zu rechnen. 

Eine gute Gebäudedämmung bedeutet aber auch deutlich erhöhte Wohnbehaglichkeit und zeigt der Außenwelt, dass der Besitzer etwas für die Umwelt macht. Warum werden zum Beispiel teure KFZs verkauft, obwohl billige Fahrzeuge die selbe Leistung erbringen können? „Teure Fahrzeuge sind komfortabler und zeigen nach außen, ich kann mir etwas leisten“

Über Wärmedämmung ist schon viel richtiges geschrieben worden, in diesem Beitrag stehen andere Sparpotenziale bei der Hausbeheizung im Vordergrund.

Wärmeströme in einem Beispielgebäude, Einfamilienhaus

Quelle:: Vortrag Energieverluste Bernd Wulfestieg

In der Grafik oben kann abgelesen werden, wo die Wärme/ Energie abgeht.

In dem realen Beispielgebäude sehen wir vier Wärmeverbrauchsbereiche.

  1. Blau. Wärmeabgang über die Hüllfläche.
    1. ca. Kosten für neue Fenster und dämmen der Außenfläche mit oberste Geschossdecke. Einsparpotenzial ca. 8.000 – 10.000 kWh im Jahr.
    2. Sanierungskosten Hüllfläche mit Förderung ca. 20.000 – 30.000€
  2. Ocker. Warmwasseraufheizung von 8 – 60°C ohne Speicher- und Vorhalteverluste.
    1. Einsparpotenzial nur durch weniger Wasserverbrauch oder Rücknahme der Wassertemperatur.
    2. Geringes Sparpotenzial.
  3. Grau. Vorhaltung und Verteilung Warmwasser. Der Verbrauch durch die Warmwasservorhaltung und Verteilung über ein Zirkulationssystem ist deutlich höher wie die Warmwasseraufheizung.
    1. Das Einsparpotenzial ist erheblich und meist mit wenig Aufwand verbunden.
    2. Laufzeit der Zirkulationspumpe reduzieren auf ein Minimum. Beispiel 1 Std. täglich. Warmwasser kommt auch ohne Zirkulationspumpe an der Zapfstelle an. Es dauert etwas länger, der Wasserverlust ist nur ein Bruchteil des Energieverlust durch den Zirkulationsumlauf. Sparpotenzial in dem Fall ca. 2.500 kWh im Jahr.
    3. Prüfen, ob es ausreicht, einmal täglich das Wasser auf 60°C zu erhitzen. Wenn nur geduscht wird und ein großer Warmwasserspeicher vorhanden ist, reicht die Warmwassermenge bis zum nächsten Aufheizen aus. Zusätzliches Sparpotenzial 1.500 kWh im Jahr.
  4. Gelb. Wärmeerzeugungs- und Vorhalteverluste. Verluste die bei der Wärmeerzeugung entstehen. In dem Fall 8.600 kWh im Jahr. Von dem Schornsteinfeger werden bei dem Kesseltyp meist 9 – 11% Energieverlust bei laufendem Brenner ermittelt. Das ist erlaubt, deswegen sagt der Schornsteinfeger „alles OK“. Ist das aber wirklich alles? Nein, bei diesem Kesseltyp entstehen die meisten Verluste 30 – 50% wenn der Kessel aufgeheizt ist. Die Wärme bleibt nicht in dem Kessel, sie wird durch Ventilation über den Schornstein abgezogen. Sie wird auch über die Kesselaußenfläche entsorgt.
    1. Das Einsparpotenzial ist erheblich und meist mit wenig Aufwand verbunden.
    2. Kesseltemperatur über die Heizungsregelung absenken, Thermostatventile in den Haupträumen weit öffnen. Wird es in den Räumen zu warm, Kesselheizkurve weiter absenken. Ist der Kesselraum kälter ist die Wärmeentsorgung, die Vorhalte- und Stillstandsverluste merkbar geringer. Sparpotenzial in dem Fall ca. 2.000 – 2.500 kWh im Jahr. Kosten 0€.
    3. Erneuern des Heizgeräts auf ein modernes Brennwertgerät. Sparpotenzial ca. 7.500 – 8.000 kWh im Jahr. Kosten 6.000€ mit Montage. Mit Warmwasserspeicher ca. 10.000€.

So könnte das Gebäude nach der Optimierung mit wenig Aufwand aussehen. Ca. 40% weniger mit wenig Aufwand.

Quelle, Bernd Wulfestieg

Energiesparen geht auch mit wenig Aufwand. Energiesparen mit den richtigen Mitteln und an richtiger Stelle angewendet ist meist Effizienter wie vielgepriesene und Hochgeförderte regenerative Wärmeerzeugung. Auch einsparen von Energie ist Regenerativ.

Als Beispiel, eine Solarthermieanlage, fachgerecht Installiert, würde einen Spareffekt von 1.800 – 2.100 kWh im Jahr einbringen. Sie Kostet mehr als ein neues Brennwertgerät.

Ihr Bernd Wulfestieg

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